Die Bürgermeisterin informiert …
… über das Generationenprojekt Wasserversorgung in unserer Gemeinde.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
kaum haben wir uns an die langen, warmen und hellen Sommerabende gewöhnt, steht auch schon der Herbst vor der Tür. Die ersten Blätter färben sich, am Morgen liegt wieder Nebel über dem Moor und der Garten erinnert uns daran, dass die Natur langsam aufräumt.
Der September ist für mich persönlich eine ganz besondere Zeit: Noch wärmt uns die Sonne, gleichzeitig kehrt nach der sommerlichen Urlaubszeit wieder mehr Alltag in unsere Gemeinde ein. Schule und Kindergarten beginnen, Veranstaltungen stehen an und auch im Rathaus geht es wieder mit voller Kraft weiter. Und wie heißt es so schön: „Der Herbst ist der Frühling des Winters.“ In diesem Sinne dürfen wir uns auf eine farbenfrohe und hoffentlich ereignisreiche Herbstzeit freuen. Denn langweilig wird es bei uns bekanntlich auch dann nicht, wenn draußen die Blätter fallen.
Generationenprojekt Wasserversorgung
Hier hat sich Einiges getan. Die Aufbereitungsanlage am Hafenberg ist gereinigt, beprobt und in Betrieb genommen worden. Sie läuft seit 22.06.2026 zuverlässig. Der Umbau der Chloranlage in den Hochbehälter Hochkehr wurde mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Seit Anfang August sind die östlichen Ortsteile ab Hafenberg überwiegend chlorfrei und bekommen meist wieder bestes und reines Quellwasser direkt ins Haus.


Einweihung der Anlagen
Am Freitag, 7. August, segnete Diakon Johannes Notter die neuen Anlagen. Danach gab es eine Möglichkeit zur Besichtigung für beteiligte Ämter und Behörden sowie benachbarte Kommunen.
Nachmittags standen unsere Wasserexperten Georg Hacher am WagnWeg und Anton Aigner am Hafenberg unseren Gemeindebürgern für Auskünfte und Informationen zur Verfügung. Fachkundig und kompetent erklärten sie den zahlreichen Besuchern diese komplexe Anlage und die Zusammenhänge.
Bewusst wurde bei der Veranstaltung auf ein großes Büfett verzichtet. Es gab Wasser, Brot und Bier, denn ein Stück Brot und ein Krug Wasser stillen Hunger und Durst eines jeden Menschen.
Der Hochbehälter WagnWeg befindet sich derzeit in der Fertigstellungsphase.
Für den mit dem Bau verbundenen ökologischen Eingriff muss die Gemeinde auf Grundlage des Bayerischen Naturschutzgesetzes insgesamt 5.292 Wertpunkte als Ausgleich erbringen. Die hierfür erforderlichen Wertpunkte werden zu einem Kaufpreis von 31.487,40 Euro erworben.
Der Erwerb der Wertpunkte ist eine zwingende Voraussetzung für die Errichtung unserer Wasserversorgungseinrichtung. Er ist daher notwendig und weder vermeidbar noch verhandelbar.
Erste Versorgung der Hochzone
Die ersten Wasseranalysen nach Fertigstellung des Hochbehälters waren einwandfrei. Nach der entsprechenden Freigabe durch das Gesundheitsamt konnten deshalb bereits die ersten Wohngebäude angeschlossen werden. Diese Gebäude gehören zur neu eingerichteten „Hochzone“ und werden bereits über den neuen Hochbehälter mit Trinkwasser versorgt.
Weitere Schritte bis zur endgültigen Inbetriebnahme
Bis zur vollständigen Inbetriebnahme sind noch einige Arbeiten und Prüfungen erforderlich. Dazu gehören insbesondere:
- eine umfassende Beprobung des Trinkwassers,
- die Fertigstellung der Strom- und Elektroinstallation,
- die abschließende Einstellung des Druckregelsystems,
- die vollständige Einbindung und Abstimmung aller Anlagen und Rohrleitungen sowie
- die abschließende Abstimmung der Regelungs- und Steuerungstechnik.
Nach Abschluss dieser Arbeiten und erfolgreicher Einbin-dung aller Anlagenteile ist vorgesehen, die Chlorung noch etwa 14 Tage aufrechtzuerhalten. Nach Rücksprache und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt soll die Chlorung voraussichtlich Anfang bis Mitte Oktober beendet werden.
Anschließend wird das noch vorhandene Chlor schrittweise aus dem gesamten Versorgungsnetz ausgespült bzw. abgebaut. Für diesen Vorgang ist ein Zeitraum von etwa zwei Wochen vorgesehen.
Über den genauen Termin der Beendigung der Chlorung und die weiteren Schritte werden wir rechtzeitig auf der Homepage der Gemeinde und in der Gemeindezeitung informieren.
Nach Abschluss und Eingang der letzten Schlussrechnungen erfolgt, wie schon wiederholt angekündigt, die Umlage der entstandenen Kosten auf die Anschlussnehmer. Der Gemeinderat wird hierzu Abrechnungsmodelle vergleichen, abwägen und Beschlüsse fassen.
Mit dem Abschluss dieses Generationenprojekts schaffen wir eine wichtige Grundlage für die sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung unserer Gemeinde – heute und für viele Jahrzehnte. Darauf können wir gemeinsam stolz sein.
Mein herzlicher Dank gilt daher allen, die zum Gelingen dieses großen Vorhabens beigetragen haben. Und so dürfen wir hoffentlich bald getrost sagen:
Der Bau ist fertig, die Leitungen sind voll – und das Wichtigste: Bei uns läuft’s!
Ihre Bürgermeisterin
Martina Gaukler



























